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Thailand in Kürze


  • Fläche: 513.115km²
  • Ausdehnung N-S: 1770 km
  • Ausdehnung W-O:  780 km
  • Einwohner: mehr als 64,2 Mio.
  • Hauptstadt: Bangkok (Krung Thep)
  • Einwohner BKK: ca. 12-15 Mill.
  • Zeitzone: UTC +7h/ MEZ +6h
  • Landesvorwahl: +66
  • Sprache: Thailändisch (phasa thai)
  • Religion: Theravada-Buddhismus (94,6%)
  • Staatsform: konstitutionelle Monarchie
  • Staatsoberhaupt: König Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun (Rama X.), seit 01.12.2016
  • Regierungschef: Gen. Prayut Chan-o-cha, seit Mai 2014
  • Währung: Baht - ฿ (THB)
  • Strom: 220 V - 50Hz, US-Adapter

  

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Unser THAILAND - WIKI

Auf dieser Seite erhalten Sie von uns komprimierte Informationen über BANGKOK und THAILAND, die Sie entweder auf die Schnelle im Internet nicht so umfassend recherchieren können oder die dort unvollständig bzw. sogar falsch dargestellt sind (auch im Internet wird oft abgeschrieben ...=-O).

Somit wollen wir uns hierbei im Hinblick auf WIKIPEDIA auch nicht wiederholen, sondern Ihnen zusätzliche bzw. genauere Erklärungen, authentisch von "vor Ort", zur Verfügung stellen.

Bitte lesen Sie die jeweils interessierenden kurzen Abhandlungen nach Möglichkeit vor Antritt Ihrer Reise!

So haben Sie bereits einen Informationsvorsprung über Ihr Reiseziel wenn Sie hier angkommen und ersparen gleichzeitig unseren Guides während der Touren die Beantwortung sich immer wiederholender Fragen.
Dadurch haben Sie und unsere Guides während der Führungen den Kopf frei für das Wesentliche an Ort und Stelle.

Unser WIKI wird sukzessive erweitert.

Kategorien (A - Z)

A

Aberglaube

Geisterhaus
Geisterhaus

In Südostasien geht jeder zum Wahrsager. In jedem Haus und auf jedem Auto-Amaturenbrett befindet sich ein Schrein der für Gutes bringen soll.
Ebenso trägt man ein Amulett. Wenn nicht um den Hals, dann zumindest in der Geldbörse.

In jedem Grundstück befindet sich ebenso ein "Geisterhaus". In ihm wohnen die Geister, die früher das Grundstück bewohnten. Sie wurden nicht vom Grundstück vertrieben, sondern haben ein neues, eigenes zu Hause bekommen. Somit haben sie keinen Anlass, den Hausherren künftig wegen Verlust ihres ursprünglichen Zuhause zu ärgern.

Das Geisterhaus errichtet man deshalb in der Regel auch, bevor man das Haus auf dem Grundstück errichtet.
Die Hausbewohner versorgen ihre Geister täglich mit frischen Speisen, Getränken und Blumen, welche auf das niedrigste Podest vor dem Wohnhaus gestellt werden.

Ein Geisterhaus besteht heute in der Regel aus drei Podesten. Auf diesen befinden sich jeweils:

  • Tempel
  • Wohnhaus
  • Abstellfläche für die Gaben

Übrigens gibt es auch für die Auswahl des Platzes im Grundstück feste Regeln.
Ebenso läuft man nicht achtlos am Geisterhaus vorbei, sondern begrüsst "seine Geister" jedes mal mit einem freundlichen "Wai".

B

Bangkok - der Name der Stadt

Wie Bangkok zu seinem Namen kam

Makok-Früchte auf dem Markt
Makok-Früchte im Glas
Der Verlauf des Menam von Siam bis zum Meer

Bangkok = wörtlich "Dorf der olivgrünen Wildpflaumen" oder "Dorf der Wildpflaume"


Abgeleitet aus den beiden thailändischen Worten

บ้าน  ba:n = Aufenthalt, Domizil, Dorf , Haus, Heim, Häuschen, Hütte, Wohnort, Wohnsitz, Wohnung, Zuhause

bzw.

บาง  ba:ng = Ort oder Markt am Wasser bzw. Siedlung am Uferbereich und heute überhaupt eine Stätte oder ein Platz mit Verkehr, der somit wichtiger als ein "ba:n" ist.


und der hier zu findenden Frucht mit Pflaumen- bzw. Oliven-ähnlichem Aussehen

มะกอก ma/ gô:k\ = Spondias pinnata, Familie Anacardiaseae (Sumachgewächse)

bzw. steht ursprünglich für die Farbbezeichnung "olivgrün".


Bei diesen "olivgrünen" Früchten, handelt es sich jedoch n i c h t um die in Europa bekannten "Oliven", wie man nun annehmen könnte und überall (ab)geschrieben steht.

Also nicht um Olea europaea, zur Familie der Oleaceae (Ölbaumgewächse) gehörend, welche allein im Mittelmeergebiet und Nahen Osten autochton sind.

Diese kannte man nämlich bis vor kurzem in Thailand überhaupt noch nicht, denn in Thailand fand und findet man nicht ein Exemplar hiervon wild wachsend (autochthon). Sie sind in Thailand erst bekannt, seitdem man sie im Glas aus Spanien in die westlichen Supermärkte importierte!

Spondias pinnata, die der thailändische Name ma/ gô:k\ damit meint, gehören zudem zu einer anderen Pflanzenfamilie, nämlich zu den Anacardiaseae (Sumachgewächse).


Ebenso handelt es sich bei dieser "olivgrünen" Frucht botanisch nicht um die aus den europäischen Gärten bekannten Früchte der "Pflaume", also des "Pflaumenbaums" (Prunus), jedoch morphologisch gleichfalls um eine "Steinfrucht" (Erklärung siehe: de.wikipedia.org/wiki/Steinfrucht


Ban Makok → Bang Kok → Bangkok

Die ersten europäischen Seefahrer, die im 17. Jahrhundert den Siam erreichten, verwendeten in ihren überlieferten Aufzeichnungen für den Namen der Stadt folgende Schreibweise:

Engelbert Kaempfer – Bankok
Simon de la Loubère - Bancok
Claude Céberet du Boullay - Bangkok


Um 1680 war es noch ein kleines Fischerdorf am östlichen Ufer des Chao Phraya mit drei bewohnten Plätzen. Einem Zollhaus, die von den Holländern 1622 angelegte Faktorei namens "Fort Amsterdam" (Sampeng) sowie das Dörfchen Ban Vat (s. Karte rechts).

Erst seit 1782 ist Bangkok die alleinige Hauptstadt des Königreiches Siam (heute Thailand).

Stadt der «Engel» ?

Die Götter (himmlische Wesen =Devatas) blicken vom Wat Arun auf die Stadt
Der längste Stadtname der Welt (in Thai) am Pier des Wat Arun
"Krung Thep Maha Nakhon" auf dem Nummerschild eines in Bangkok zugelassenen Autos

Krung Thep Maha Nakhon

กรุงเทพมหานคร

lautet der in Thailand und damit von den Thais selbst gebrauchte Name ihrer Hauptstadt in den Zeitungen, im TV oder auf den Nummernschildern der hier zugelassenen Autos.

Mit dem Namen "Bangkok" wird die Stadt in der Regel nur von den Ausländern, die im thailändischen Sprachgebrauch Farang ฝรั่ง (Ausländer, Europäer, Fremder, Kaukasier, Weißer) heissen, bezeichnet.

 

Überall, auch im Wikipedia, liest man dafür als Übersetzung in alle Sprachen:

Stadt der Engel ?


Eigentlich eine Übersetzung, unter der man sich alles und nichts vorstellen kann!

Besonders, wenn man als Europäer aus einem Kultukreis mit christlicher Glaubenstradition kommt, unterliegt man schnell falschen Vorstellungen.

Denn mit dem Wort "Engel" sind weder die "leichten Mädchen" gemeint, wegen denen viele männliche Touristen nach Thailand reisen, noch ist es eine Homage an die vielen schönen Bangkokerinen, denen man hier oft begegnet.

Dem zufolge sind diese "Engel" also nicht die Figuren, die wir sofort in unserem Kopf als Abbild aus dem Christentum asoziieren (und ebenso auf den zahlreichen Gemälden mit christlichem Inhalt bzw. bildlichen Darstellungen in Kirchen dargestellt finden).

In buddhistischen Ländern sucht man nämlich vergeblichen nach solchen Abbildungen!

Die Übersetzung ins Deutsche (und andere Sprachen) mit "Stadt der Engel" ist somit etwas sehr frei und damit unglücklich gewählt.

Unter Kenntnis der Thai-Sprache ("pasa thai") können wir die zutreffendere Erklärung hierfür finden und somit den wirklichen Hintergrund der Ableitung dieser Worte näher erklären:


Zerlegen wir die vier Worte also erst mal ihrem Sinn nach:

a.) Krung Thep

hat in der thailändischen Sprache die beiden Worte grung und thep als Ursprung.

grung กรุง

= Großstadt, Hauptstadt, Königreich, Land, Metropole, Nation, Staat, Stadt

the:p เทพ

= Himmelsbote, göttliches Wesen, Himmelswesen, Engel

Nach buddhistischen Verständnis muss man anstatt des Wortes "Engel" also besser die Übersetzung "Himmelswesen" oder "göttliches Wesen" wählen.

In Erinnerung soll hierbei noch einmal gerufen werden, dass Engel grundsätzlich von weiblichen und auch männlichen Geschlecht sein können, gleich in welcher Religion.

Mit diesen "Himmelswesen" sind im Buddhismus, also in Thailand, allein die buddhistische Fabelwesen aus dem Himaphan-Wald gemeint, welcher sich an den Hängen des Berges Meru befindet und Mittelpunkt des buddhistischen Kosmos ist.

Solche Himmelswesen, welche in der Pali-Sprache auch "devatā" genannt werden, kann man eindrucksvoll als Karyatiden auf der vierten Ebene des Wat Arun anschauen, von wo sie auf die Stadt, nämlich als "Himmelswesen" (nicht als Engel !) herab blicken.

Über ihnen steht in der Hierachie nur noch der Hindu-Gott des Himmels "Indra", der am Wat Arun in den nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichteten  Nischen auf seinem weißen dreiköpfigen Elefanten Erawan reitet.

b.) Maha Nakhon

มหานคร ma/ ha:\/ na/ khô:n

Großstadt, Hauptstadt, Metropole

ursprüngliche Langform für ma/ ha:\/ na/ khô:n: กรุงเทพมหานคร

Die Variante, welche eine besseres Verständnis des Wortbezuges im buddhistischen Sinne ermöglicht, wäre wörtlich übersetzt:

Stadt der göttlichen Wesen, Hauptstadt

oder einfach

Hauptstadt der göttlichen Wesen


Im offiziellen wie privaten thailändischen Sprachgebrauch wird jedoch hiervon überwiegend nur die Kurzform "krung thep", also "Stadt der göttlichen Wesen" oder eben kurz und zutreffender übersetzt "Stadt der Götter" verwendet.

Übrigens trägt Bangkok den längsten Stadtnamen der Welt (lt. Guiness Buch der Rekorde) mit 139 Zeichen.


In voller Länge zu lesen vor der Bangkoker Stadtverwaltung und an der Kai-Mauer am Wat Arun (in Thai):


กรุงเทพมหานคร อมรรัตนโกสินทร์ มหินทรายุธยามหาดิลก ภพนพรัตน์ราชธานีบุรีรมย์ อุดมราชนิเวศน์ มหาสถานอมรพิมาน อวตารสถิต สักกะทัตติยะ วิษณุกรรมประสิทธิ์


Auf Deutsch:
Stadt der Engel, große Stadt, Residenz des heiligen Juwels Indras, uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde.

Buddha

Das Geburtsjahr Siddhartha Gautamas, des späteren Buddha, wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben. Die thailändische Zeitrechnung beginnt mit dem Tod des Buddha im Jahr 543 v.Ch. und wird in Thailand seit 1912 angewendet. Dort schreibt man also im jahr 2014 das Jahr 2557. Buddha ist somit älter als Christus und hat im Gegensatz zu diesem nachweislich gelebt.

"Buddha" ist kein Name, sondern ein Titel und bedeutet "Der Erwachte". Dementsprechend heißt es: der Buddha. Weitere Titel sind: der Vollkommene, der Vollendete, der Tathagata, der Erhabene.

"Buddha" war ein Mensch, kein Gott. In Thailand ist der Theravada Buddhismus Staatsreligion und der König gilt als Schutzherr der religiösen Institutionen. Der Buddhismus hat für  die thailändische Gesellschaft und Kultur eine herausragende Bedeutung, rund 94% der thailändischen Bevölkerung sind Theravada-Buddhisten, ebenso verbreitet ist er in den Nachbarländern Burma, Laos und Kambodscha.

Buddhafigur im Wat Arun
Buddha im Wat Phanan Choeng (Ayutthaya)
Buddha im Wat Ratcha Orasaram (Bangkok)

Buddhismus

Buddhismus: Rad der Lehre (Achtfacher Pfad)
Buddhismus: Achtfacher Pfad

Der Buddhismus ist eine Lehre und Religion, die ihren Ursprung in Indien hat. Sie hat weltweit -je nach Quelle- zwischen 230 und 500 Millionen Anhänger – und ist damit die viertgrößte Religion der Erde (nach Christentum, Islam und Hinduismus). Der Buddhismus ist hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien verbreitet. Etwa die Hälfte aller Buddhisten leben in China.

Die Buddhisten berufen sich auf die Lehren des Siddhartha Gautama, der in Nordindien lebte, nach den heute in der Forschung vorherrschenden Datierungsansätzen im 6. und möglicherweise noch im frühen 5. Jahrhundert v. Chr. Er wird als „historischer Buddha“ bezeichnet, um ihn von mythischen Buddha-Gestalten zu unterscheiden, die nicht historisch bezeugt sind.
„Buddha“ (wörtlich „Erwachter“) ist ein Ehrentitel, der sich auf ein Erlebnis bezieht, das als Bodhi („Erwachen“) bezeichnet wird. Gemeint ist damit nach der buddhistischen Lehre eine fundamentale und befreiende Einsicht in die Grundtatsachen allen Lebens, aus der sich die Überwindung des leidhaften Daseins ergibt. Diese Erkenntnis nach dem Vorbild des historischen Buddha durch Befolgung seiner Lehren zu erlangen, ist das Ziel der buddhistischen Praxis. Dabei wird von den beiden Extremen Askese und Hedonismus, aber auch generell von Radikalismus abgeraten, vielmehr soll ein Mittlerer Weg eingeschlagen werden.

Buddhismus ist somit eine Religion, welche Respekt und Freundlichkeit aber auch Toleranz im täglichen Leben und Umgang miteinander besonders betont. 

Der Theravada-Buddhismus breitete sich von Indien über Ceylon nach Thailand aus und macht Thailand zu einem der wenigen Länder, in denen der Buddhismus wirklich und intensiv gelebt wird. Die früheste Spuren des Theravada-Buddhismus findet man in Thailand in der Stadt Nakhon Pathom. Die dort etwa 250 v. Chr. erbaute Stupa gilt als ältestes buddhistisches Monument des Landes.
Etwa 94 % der thailändischen Bevölkerung sind Theravada-Buddhisten, wobei dieser Buddhismus Elemente der Volksreligion wie die Ahnenverehrung und die chinesische Religion des großen chinesischstämmigen Bevölkerungsanteils übernommen hat.

Die buddhistischen Tempel Thailands (dort "Wat" genannt) sind nach unserem Verständnis nichts anderes als ein Kloster, in dem buddhistische Mönche leben und wirken. Er besteht dementsprechend aus mehreren eigenständigen religiösen Gebäuden. Deren buddhistische Architektur ähnelt der anderer südostasiatischer Länder, besonders Kambodschas und Laos, die mit Thailand ein gemeinsames kulturelles und historisches Erbe verbindet. Für Touristen auffallend sind dort oftmals die grossen, zum Teil goldenen Chedis (z.B. Wat Phra Kaew) oder monumentale Phrang (z.B. Wat Arun).

Die Zahl der Tempel im gesamten Thailand schätz man auf mehr als 30.000, in der Hauptstadt Bangkok auf etwa 400. Die Erhaltung, Aus­stattung und Pflege der buddhistischen Tempel bedeutet für die Bevölkerung ein großes Opfer an Arbeit und Geld. Ein solches Opfer kann aber niemand er­zwingen, die Menschen bringen sie aus tiefster Über­zeugung und tief ver­wurzelter Historie dar.
Dazu gehört auch, wie sie frühmorgens auf den Märkten den Mönchen Lebensmittel in die Schalen legen. Schon solche äußeren Symbole des vom Buddhismus geprägten Volksglaubens bezeugen einiges über die Identität der Thais mit ihrer Kultur.

Auch wenn die eindrucksvolle Vielfalt der Formen und Farben religiöser Darstellungen dem Fremden zunächst als sehr exotisch und schwer verständlich erscheinen mag, so sollte er doch seinen Blick für diese Symbolik schärfen und daraus interessante Erkenntnisse gewinnen.

Da der Buddhismus als friedfertig und undogmatisch, stressreduzierend und persönlichkeitsstabilisierend gilt, entwickelt er sich zunehmen auch im Westen als ideale Religion postmoderner Individualisten.

E

Ess-Stäbchen

Reine Übungssache. Ab Woche zwei ist der Verzehr von Nudelsuppen mit Stäbchen in der Regel kein Problem mehr. In Thailandischen Garküchen haben Löffel und Gabel die traditionellen Essstäbchen aber weitgehend verdrängt.

Was sonst noch beim Essen zu bedenken ist: Nicht alles aufessen, sonst riskiert man eine Wiedergeburt als gieriger Riesenfisch und signalisiert, dass es nicht genug gab. Und das bedeutet Gesichtsverlust des Gastgebers.

Schmatzen und Rulpsen sind in Südostasien die üblichen Signale, dass es schmeckt. Also nicht entsetzt sein oder abfällige Bemerkungen darüber machen. Andere Länder, andere Sitten ...

G

Garküchen (Street Food)

Garküche (Street Food) in Bangkok
Garküche (Street Food) in Bangkok
Street Food Thailand
Street Food Thailand
Street Food Thailand
Street Food Thailand

Kleine Straßenküchen in Thailand bezeichnet man auch als Garküchen.
Hier werden alle Gerichte generell frisch zubereitet, meist im Wok. Wobei es in jeder Garküche nur eine begrenzte Auswahl gibt. Somit geht man, ehe man etwas bestellt, zunächst von Garküche zu Garküche, um in deren Töpfe bzw. Pfannen zu schauen.

Überwiegend findet man einfache Sitzgelegenheiten und Klapptische neben der transportabelen Garküche Sie wird am Nachmittag aufgebaut und bis gegen Mitternacht oder auch bis zum frühen Morgen betrieben. Eine Sperrstunde gibt es hierfür in Thailand nicht.

Die Lebensmittel (und Getränke) werden vor Ort in grossen, mit Eis gefüllten Isolierboxen aufbewahrt, um sie bis zur Zuberteitung frisch zu halten. Dadurch, dass alles im Wok vor dem Verzehr vollständig erhitzt wird, besteht beim Genuss an der Garküche keinerlei Gefahr, sich mit Keimen oder Bakterien zu infizieren.

Die Darreichungsform ist meist bereits etwas zerkleinert, so dass man die Speisen mit Löffel und Gabel zu sich nehmen kann. Messer sind in allen Garküchen Thailands generell nicht vorhanden.
Angerichtet wird meist auf Melamin-Geschirr auf einem Bananenblatt oder auf Holzspiesse aufgesteckt.
Fische werden als Ganzes gebraten. Das "Fleisch" muss danach vom Gast selbst von den Gräten gelöst werden.

Meist arbeitet die ganze Familie an solch einer Garküche mit.
In Bangkok versorgen geschätzt mehr als 20.000 Street Food-Händler die Bewohner mit etwa 40 Prozent des täglichen Bedarfs. Street Food ist nicht nur sehr preiswert, sondern auch nahrhafter und gesünder, als in Restaurants zubereitete Mahlzeiten.

Da die normalen Thais in ihrem gemieteten "Wohnraum" keine Küche oder Kochgelegenheit haben, besuchen sie hauptsächlich am Abend die Garküchen. Um dort direkt die Mahlzeit einznehmen oder um die frisch zubereiteten Gericht in Plastikbeutel verpackt, zum Verzehr nach Hause zu tragen.

K

Kanäle (Khlongs) - die alten Strassen im "Untersiam"

Was ist ein "Khlong" ?

Khlong (Klong) - 2014
Khlong (Klong) - 2014

Als Thailand noch nicht über ein Straßennetz verfügte, dienten die Seiten-Kanäle = Klongs oder richtig geschrieben: Khlongs) im Einzugsgebiet des Chao Phraya - Flusses (Zentral-Thailand) als hauptsächliche Transportwege. Landwirtschaftliche Produkte wie Reis, Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Textilien, Töpferwaren und Baumaterialien (Holz, Ziegel, Sand) wurden per Boot in die Ansiedlungen und Städte transportiert oder bereits auf dem Wasser (Schwimmende Märkte) verkauft. Weiterhin dienten sie jahrhundertelang als Weg zur Arbeit und gleichzeitig zur Entsorgung der Fäkalien.

Im Rahmen der aufkommenden Motorsierung wurden ab etwa 1910 in Bangkok Klongs zugeschüttet, um hierauf ein erstes Strassennetz zu errichten. Dies führte gleichzeitig zu besseren hygienischeren Verhältnissen, da hierbei zugleich Abwasserrohre verlegt wurden.

Obwohl im dicht besiedelten Thailand jeder Klong bewohnt ist, spielten sie über Jahrzehnte danach nur noch eine unwesentliche wirtschaftliche Rolle. Der aufkommende Tourismus hat sie in den letzten Jahren ein wenig wiederbeleben lassen.

Aktuell gibt es nunmehr sogar Pläne der Bangkoker Stadtverwaltung, zahlreiche der noch vorhandenen, auch kleineren Klongs, mit Linienbooten zu erschließen, um auch damit das permanente Verkehrschaos (derzeit über 7 Mill. zugelassene Fahrzeuge) ein wenig zu lindern.

Alle unsere Klong - Touren finden Sie hier in der Übersicht.

Die "Kanäle" in der Historie ....

Leben am Khlong - 1914
Klong in der Provinz Nonthanburi um 1900

« Die Häuser der Siamesen sind Pfahlbauten aus Holz und Bambus, wenn irgend angängig an Kanälen gebaut, so dass sie zum Teil im Wasser stehen und eine direkte Treppe zum Fluss haben. Erst in ganz neuer Zeit hat man mit dem Straßenbau begonnen, doch gibt es im Südsiam keine Landstrassen, welche die größeren Städte miteinander verbinden. Da sich der Hauptverkehr zu Wasser abspielt, so ist die Zahl der Boote ungeheuer groß. In Bangkok zählt man allein deren etwa 600.000. Jeder Siamese besitzt ein eigenes Boot, und der Verkehr auf den Kanälen der Hauptstadt ist sehr rege. Bewundernswert ist die Geschicklichkeit und die Ruhe, mit der die Siamesen, selbst im größten Gedränge, ohne anzustossen, sich fortbewegen. »


In den Aufzeichnungen des englische Gesandten Crawfurd, der im Frühjahr 1822 Bangkok zum ersten mal sah, fanden wir hierzu folgende Schilderung:
« Die Menge der hin- und herfahrenden Boote und Kähne, von allen Arten und Größen, gab dem Strome ein sehr lebendiges Ansehen. Die Zahl derselben fiel uns anfangs sehr auf, weil wir noch nicht wußten, dass Bangkok keine oder nur sehr wenige Strassen hat, sondern daß der Fluß und die Kanäle die gewöhnlichen Straßen bilden, nicht allein für Waren, auch für Menschen jeder Art. Manche dieser Boote dienen als Kaufläden für irdenes Geschirr, geräucherte Fische, frisches Schweinefleisch und dergleichen. Verkäufer von Gegenständen dieser Art rufen ihren Kram, wie in europäischen Städten lärmend aus. »

Zitat aus: Karl Döhring, "SIAM - Land und Volk", Band I, 1923, Folkwang-Verlag Darmstadt
Reprint in deutscher Sprache (by "White Lotus Press", Bangkok) - über uns zu beziehen

L

Laktose

Sie gehören zu den 40 Prozent der Mitteleuropäer, die an Laktose-Unverträglichkeit leiden? Kein Problem in Asien, da geht's praktisch jedem so.
Daher kommen Milchprodukte in den Küchen des Kontinents nicht vor. Das milchige Rührei steht nur für Langnasen auf der Frühstückskarte. Beginnen Sie den Tag stattdessen mit einer landestypischen heißen, klaren Nudelsuppe.

M

Märkte

Foodmarkt Bangkok
Foodmarkt Bangkok

Exotische Früchte, Hühner, Schweinehälften, Plastik in allen Formen, Snacks von gerösteten Heuschrecken bis zum gegrillten Frosch, unbekannte Gewürze – so viel ist auf Asiens Märkten zu sehen, dass Touristen die Kamera kaum sinken lassen.
Auf schwimmenden Märkten wird aus Booten verkauft. Wenn der Tag geht, öffnen die Nachtmärkte.

An den Essensständen gibt es für den Preis eines Dosenbiers aus der Hotel-Minibar ganze Menüs. In Thailand hygienisch unbedenklich, weil vor Ihren Augen frisch im Wok zubereitet. Darin ausreichend erhitzt, um alle eventuellen Keime sicher abzutöten (siehe: Garküchen).

P

Plagiate

Marktstand mit gefälschten "Markenartikeln"

Auf den Märkten Südostasiens werden überall "Markenartikel" zu Schnäppchenpreisen angeboten. Seien es Textilien, Schuhe, Uhren oder andere Gebrauchsgegenstände. Wie Musik-CD,  Computersoftware, Handys oder Tabletts.

Die Preise hierfür sind zudem meist sehr gering, also Schnäppchen?
Sofern man diese Produkte nicht in einem Markenshop des Herstellers ersteht, sind sie in Südostasien in der Regel gefälscht!

In Thailand ist "Produktpiraterie" (gefälschte Markenartikel) noch weitgehend ein Fremdwort und wird dementsprechend von den Behörden dort kaum verfolgt.

Die meist immer noch vorherrschende Meinung, dass bei der privaten Einfuhr solch gefälscher Marken dies konfesziert werden und man eine Geldstrafe zahlen muss, ist nicht zutreffend.
Lesen Sie hier dazu die amtlichen Informationen des Deutschen Zoll.

Die gilt aber nur für die private Einfuhr. Und ebenso nur in Mengen für den persönlichen Bedarf/ Gebrauch.
Nicht für kommerzielle Zwecke.

Ähnliche Ausnahmen gibt es für Produkte aus Tierleder, zum Beispiel verarbeitetes Krokodil.

Informieren Sie sich jedoch vor Ihrer Reise auf der Webseite vom Deutschen Zoll. Bekanntlich schütz Unwissenheit nicht vor Strafen!

R

Räucherstäbchen

Räucherstäbchen werden im Tempel und am häuslichen Schrein angezündet und lassen Wohlduft zurück. Auch ihrer reinigenden Wirkung für den Geist wegen.

Bei Meditation und Zeremonien zur Ahnenverehrung finden sie ebenso Verwendung wie im Hotel, wo sie Mücken vertreiben. Ihr allgegenwärtiger Geruch führt häufig dazu, dass Reisende sich mit reichlich Räucherwerk eindecken, das sie daheim abfackeln, während sie im Lotussitz tief atmend in Reise-Erinnerungen schwelgen.

S

Schwimmende Märkte

Schwimmender Markt 1909
Schwimmender Markt auf dem "Mahanark-Canal" - heute San Saeb-Canal
authentischer Schwimmender Markt 2014 - Talad Pak Klong
Schwimmender Markt 2014 - Amphawa

"Schwimmende Märkte" waren bis Miite des vergangenen Jahrhunderts die wichtigsten, weil überwiegend auch die einzigsten Einkaufsmöglichkeiten in den mittleren und südlichen Regionen Thailands. Im landläufigen deutschen Sprachgebrauch also die "Tante Emma"-Läden.

Das rührt daher, dass in den mittleren und südlichen Provinzen Thailands aufgrund der geografischen Kulturlandschaft die Verkehrswege meist Wasserwege (Klongs oder Khlongs) waren.

Somit war das Boot, was jeder Haushalt besaß, deren wichtigstes Verkehsmittel. Verdrängt wurde es sukzessive erst ab Beginn des 20.Jahrhunderts durch motorisierte Strassenfahrzeuge.

Neben jedem Tempel (den man als Buddhist regelmässig besucht), befand sich somit zugleich ein schwimender Markt. Auf diesem bekam man alles, was für Haus und Hof erforderlich war.

Erst in der letzten Dekade des vorigen Jahrhunderts begann in Thailand der Aufbau von Supermärkten und in deren Fortführung zu Einkaufszentren.

Durch die fortschreitende Motorisierung (zunächst Motorräder usw.) waren die "Schwimmenden Märkte" für den Handel immer weniger von Interesse und gingen mangels Kaufkraft zugrunde.
Sie gerieten somit in Vergessenheit.

Erst durch den aufkommenden Tourismus zu Beginn des 21.Jahrhunderts besann man sich auf diese jahrhundertalte Handels-Tradition und versuchte, einige dieser Märkte wieder zu beleben.
Mit bis jetzt geringem Erfolg, authentische "Schwimende Märkte" sind in Bangkok nicht mehr in Betrieb.

Der schwimmende Markt in Damnoen Saduak ist solch ein wieder belebter Markt, hat jedoch allein touristische Bedeutung widererlangt und ist wegen der dadurch bedingten hohen Touristen-Frequenz nicht sonderlich empfehlenswert.

Einige weitere befinden sich in den an Bangkok angrenzenden Provinzen, sind aber meist nur noch am Wochenende in Betrieb und werden überwiegend von Einheimischen besucht. Somit auch interessant für Touristen, die authentische Erlebnisse haben möchten.

Entsprechende "Schwimmende Markt"-Touren bieten wir Ihnen nach Amphawa und zum Wat Thakien-Markt an.

Strassennamen

Immer mehr Strassenschilder wurden in den letzten Jahren auf die zweisprachige Variante umgetauscht. Somit werden sie auch für Ausländer lesbar.

  • Hauptstrassen werden in Thailand mit "Thanon" bezeichnet.
  • "Soi" ist ein Ausdruck, der in der thailändischen Sprache für eine Nebenstraße benutzt wird, die von einer Hauptstraße (Thanon) abzweigt.
  • Eine sehr schmale Nebenstraße wird Trok genannt. Der Eingang zu einer Soi wird „Bpaak Soi“ (Soi-Mund) genannt.

Sois sind gewöhnlich durchnummeriert. Man benennt eine Soi mit dem Namen der zugehörigen Hauptstraße gefolgt von der Ziffer. So würden sich z. B.  „Silom Soi 10“, oder „10 Silom“ auf die zehnte Soi (die zehnte Nebenstraße) der Silom Road in Bangkok beziehen. Wenn man entlang der Hauptstraße in Richtung höhere Soi-Nummerierungen geht, liegen alle Sois mit geradzahligen Nummern auf der rechten Seite, und alle mit ungeraden Nummern zur Linken. Wird eine neue Soi gebaut, z. B. zwischen „Soi 7“ und „Soi 9“, so wird sie den Namen „Soi 7/1“ bekommen, die nächste „Soi 7/2“ und so weiter. So kann es auch vorkommen, dass „Soi 21“ sehr weit entfernt ist von „Soi 20“, wenn es auf der einen Seite der Hauptstraße mehr Nebenstraßen gibt, als auf der anderen.

In Bangkok haben zahlreiche Sois zusätzlich auch noch einen Eigennamen. An der unteren Sukhumvit Road in Bangkok sind die Sois zum Beispiel nach wichtigen Landeigentümern benannt oder nach Familien, die hier in der Vergangenheit Land besaßen. Einige Sois in Bangkok wurden nach und nach zu Haupt-Durchgangsstraßen, sie sind daher nur durch ihren Eigennamen, weniger durch ihre Nummer bekannt. Beispiele sind Thonglor (Sukhumvit Soi 55), Asoke (Sukhumvit Soi 21) etc..

Die Häuser in einer Soi haben wie in Europa eine Hausnummer. Allerdings trägt in vielen Sois das erste Haus nicht die Nummer 1, sondern die Nummerierung der Häuser der Hauptstraße wurde hier fortgeführt. Wird ein neues Haus nach dem Haus mit der Nummer 150 gebaut, bekommt es die Nummer 150/1. Eine Adresse in Bangkok könnte folgendermaßen heißen: „150/1 Soi Sukhumvit 7“, es wäre das erste Haus hinter Hausnummer 150 in der siebten Soi der Sukhumvit Road.

Quelle: Wikipedia

T

Tiere

Die riesigen Fische im Chao Phraya und den Khlongs

Pangasius (Pangasianodon hypophthalmus)
Pangasius (Pangasianodon hypophthalmus)

Sobald wir ein paar Stücke Brot, etwas Reis oder andere Nahrungsmittel in den Chao Phraya oder die Khlongs werfen, erleben wir das Auftauchen riesiger Fischschwärme.
Sie werden es nicht glauben: es handelt sich um den bekannten Speisefisch Pangasius (Pangasianodon hypophthalmus, Syn.: Pangasius hypophthalmus, Pangasius sutchi) aus der Familie der Haiwelse oder Schlankwelse (Pangasiidae).
Sein englischer Name lautet Striped Catfish (falls Sie das auf einer Speisekarte mal lesen) und auf Thai heisst er  ปลาสวาย = pla:--  su:ai\/

Seine natürlichen Lebensräume sind allein die Flusssysteme des Chao Phraya in Thailand sowie des Mekong in Vietnam, Laos und Kambodscha, wobei sie im Juli zur Laichablage von den Deltas in den Norden dieser Flußsysteme wandern.

Sie erreichen in ihrem natürlichen Habitat eine Größe von bis zu 1,5 m und ein Gewicht von über 40 kg.

Übrigens ist der heilige Pangasius Schutzpatron aller Süßwasserfische. Deshalb werden sie von den Thais (in der regel) auch nicht gefangen und gegessen.

Ein "Krokodil" im Klong ?

Bindenwaran im Lumpini-Park, Bangkok
Bindenwaran sonnt sich (Lumpini-Park, Bangkok)
Bindenwaran im Khlong

In der Regel verirrt sich kein Siam-Krokodil (Crocodylus siamensis) aus den nördlichen Feuchtgebieten Thailands in die Klongs von Bangkok. Was wir hier regelmässig bei unseren Klong - Touren antreffen, ist allein der Bindenwaran (Varanus salvator), auf Thai เหี้ย hi:a/\ (dieses Wort gilt unter Thais übrigens als sehr ausfällig und beleidigend).

Hierbei handelt es sich um die grösste vorkommende Art in der Gattung Warane (Varanus) aus der Ordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata).

Die stark ans Wasser gebundenen und gut schwimmenden Warane jagen als Fleischfresser verschiedene Beutetiere, von Insekten über Fische und Reptilien bis hin zu Kleinsäugern und Vögeln. Sie sind, wie alle Warane, tagaktive Einzelgänger, nachts suchen sie in selbst gegrabenen Höhlen bzw. Hohlräumen Unterschlupf.
Morgens sonnen sich die Tiere ab etwa 9 Uhr auf sonnenexponierten Flächen oder Ästen, denn sie sind gute Kletterer. Am aktivsten sind sie am frühen Nachmittag, also zur heißesten Tageszeit.

Bei den Anwohnern der Klongs sind die Warane sehr unbeliebt. Dies liegt unter anderem daran, dass Bindenwarane regelmäßig in Hühnerställe auf den Grundstücken eindringen und dort die Vögel und deren Eier erbeuten.

Obwohl Warane regelmässig zur Häutegewinnung bejagt werden, gelten sie lt. Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN den als "ungefährdet" (least concern).

Innerhalb von 2–3 Jahren erreichen sie eine Gesamtlänge von etwa 1 m und sind dann geschlechtsreif. Nach etwa 2 Jahren setzt zusätzlich das Dickenwachstum ein, besonders im Brustbereich.
Bei unseren Klong - Touren können wir ausgewachsene Warane mit bis zu 4 Meter Körperlänge entdecken.

Seine Beute jagt der Bindenwaran als aktiver Verfolgungsjäger, der konstant züngelnd große Areale absucht. Er kann nur in einem kleinen Gesichtskreis sehen und nimmt auch Geräusche in seiner Umgebung nicht besonders gut wahr. Durch diese Eigenschaft lässt er sich von uns sehr gut beobachten.
Zumal er in seiner Habitatwahl stark ans Wasser gebunden und durch den seitlich abgeflachten Ruderschwanz ein exzellenter Schwimmer ist.

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Wat (Tempel)

Wat - was ist das ?

Die Gebäude eines Wat (Tempel)

Ein Wat ist ein von einer Mauer unterschiedlicher Höhe umgebenes Gelände mit Bauwerken zur Ausübung des buddhistischen Glaubens. Überwiegend beinhaltet es auch weitere soziale Einrichtungen.

Der Begriff Wat ist vom Pali-Wort āvāsa (Aufenthaltsort, Wohnstätte) und vom Sanskrit-Wort avasatha (Dorf, Schule, Haus) abgeleitet. Er wird in Thailand, Laos und Cambodia gleichermassen verwendet.

Praktisch in jedem Dorf dieser drei Länder fungiert der Wat als Mittelpunkt des buddhistischen Lebens. Größere Städte beherbergen zahlreiche Wat, die Hauptstadt Bangkok etwa 400, ganz Thailand etwa 40.000.

Er dient nicht nur zur Ausübung des buddhistischen Glaubens, auch als Versammlungsort, Klinik, Altenheim, Schule für Kinder (deren Eltern das staatliche oder private Schulgeld von der 6. zur 9. Klasse nicht aufbringen können) und zur kurzfristige Unterkunft von Besuchern bzw. Gästen. Auch findet der Tod (allein Einäscherung) im Krematorium des Wat statt.

Also ähnlich einem Gemeindezentrum christlicher, jüdischer oder islamischer Religion.

Ein typischer Wat ist nicht nur soziales Zentrum, sondern auch die Stätte zur Begehung der zahlreichen buddhistischen Feiertage sowie Veranstaltungsort von Theatervorführungen wie Rock-Konzerten u.ä. gleichwohl.

Im Deutschen weitgehend eingebürgert haben sich auch die Bezeichnungen Tempel oder Tempelanlage.
Beim Besuch eines Wat durch Ausländer sind grundlegende Verhaltensregeln zu beachten.

Allen Wat liegt zudem eine gemeinsame Grundstruktur zu Grunde.

Beim Besuch eies Wat gelten Regeln: Schuhe ausziehen und im Sitzen niemandem die Füße entgegenstrecken, also Schneidersitz oder Füße nach hinten. Denn die gelten als unrein.
Oberkörper und Knie müssen durch Kleidung bedeckt sein.

Wappen: Der königliche Garuda

Garuda - das königliche Wappen

Garuda ist in der Mythologie ein schlangentötendes, halb mensch-, halb adlergestaltiges Reittier (Vahana) des Vishnu (höchste Gottheit im Buddhismus).
In der asiatischen Mythologie hat der Garuda zugleich die Bedeutung eines Götterboten (s.oben - "Stadt der Engel"), der den Menschen Nachrichten und Anweisungen der Götter überbringt.

In buddhistischen Legenden tauchen große Vögel in Schwärmen auf. Die Garudas sind jedoch ihre Könige. Sie leben auf dornigen Bäumen in einem Wald namens Garutmatvan, der sich an den Hängen des Berges Meru (Wohnsitz von Göttern und Schutz-Gottheiten im Mittelpunkt der buddhistischen Kosmologie) befindet.

In Thailand darf der Garuda als Hoheitszeichen und Amtssiegel allein vom König und seinen untergeordneten Behörden verwendet werden.
Er allein kann die königlichen Garuda-Insignien jedoch verdienstvollen Unternehmen und Banken verleihen. Daher findet man Garuda mancherorts auch an deren Fassaden.
Eine Verwendung der Garuda-Insignien ohne eine entsprechende königliche Genehmigung steht unter Strafe.


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